Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich, Tel: 044 241 42 32, Mo: 12-19 Uhr, Di-Do: 10-19 Uhr, Fr: 9-19 Uhr, Sa: 10-17 Uhr

Bettina Spoerri / Gabriel Heim
Der Schmerz, das Schweigen und das Schreiben

Autorengespräch

Montag, 7. April 2014
19.30 Uhr

in der Katakombe

Die Autoren Gabriel Heim und Bettina Spoerri lesen Textpassagen aus ihren neusten Büchern und sind danach im Gespräch mit Hanno Loewy (Direktor Jüdisches Museum Hohenems)

 

Apéro nach dem Gespräch

Eintritt CHF 10.00

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Omanut.

Bettina Spoerri, geboren 1968, studierte Literatur, Musikwissenschaft und Philosophie in
Zürich, Berlin und Paris. Bettina Spoerri arbeitet als Literatur- und Filmkritikerin für die NZZ. Sie hat
literarische Veranstaltungen konzipiert, die Solothurner Literaturtage geleitet und ist heute
die Leiterin des Literaturhauses in Lenzburg. Bettina Spoerri lebt in Zürich.

Gabriel Heim, geboren 1950, war viele Jahre als freiberuflicher Autor und Dokumentarfilm- Produzent tätig, bevor er als Auslandsredakteur für das Schweizer Fernsehen aus den USA und dem Nahen Osten berichtete. 2001 wurde er Programmchef beim WDR-Fernsehen, später Fernsehdirektor beim Rundfunk Berlin-Brandenburg. Gabriel Heim lebt heute in Basel.

Gabriel Heim: Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus. Eine Mutterliebe in Briefen.
Roman, 368 Seiten, gebunden
Quadriaga Verlag, Berlin
9783869950549
CHF 33.90

Im Mai 1942 versuchen fünf jüdische Frauen aus Berlin in Hohenems über die Grenze in
die rettende Schweiz zu gelangen. Die Flucht misslingt und bringt vier der Frauen den Tod.
Eine von ihnen ist Marie Winter. Ihr einziges Kind Ilse lebt schon seit 1935 in Basel, wohin
ihr die Mutter von 1938 an bis zu ihrer Ermordung unzählige Briefe schreibt, die Zeugnis
einer schmerzvollen Mutter-Tochter-Beziehung sind. Bei ihrem Tod hinterliess Ilse "zwei
Schuhkartons voller Geheimnisse“, die ihr bisher ahnungsloser Sohn, der Publizist Gabriel
Heim, in seinem Buch „Ich will keine Blaubeertorte, ich will nur raus“ in eine bedrängende Geschichte verwandelt.

Bettina Spoerri: Konzert für die Unerschrockenen
Roman, 462 Seiten, gebunden
Braumüller Verlag, Wien
9783992000968
CHF 32.90

Dokumente und die Entdeckung eines verdrängten Stücks Familiengeschichte spielen auch
in Bettina Spoerris Romandebut „Konzert für die Unerschrockenen“ (Braumüller Verlag,
Wien 2013) eine wichtige Rolle. Die 35-jährige Anna hat die Tagebücher ihrer jüdischen
Grosstante Leah geerbt, einer Cellistin, die sich nach dem Holocaust in London eine neue
Existenz aufgebaut hat. Die Konfrontation mit der Vergangenheit entlarvt nicht nur eine
generationenübergreifende Front der Kälte und des Schweigens, sondern lässt auch
zerrissen geglaubte Familienbande wieder stärker werden und schafft Raum für schon
verloren geglaubte Nähe.

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