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Daniel Gut:
Neidkopf

Zur Naturgeschichte des Schweizer Frontisten Hans Kläui

Montag, 8. Juni 2015
19.30 Uhr

in der Katakombe

Buchvernissage

Der Autor Daniel Gut stellt sein Buch "Neidkopf - Zur Naturgeschichte des Schweizer Frontisten Hans Kläui" vor.
Moderation: Hansrudolf Frey (elfundzehn Verlag)

Eintritt frei

Apéro nach der Präsentation

 

"Neidkopf" untersucht in Form einer literarischen Recherche die Vorgeschichte des aktuellen Rechtspopulismus in der Schweiz und stellt die Frage, inwieweit die Saat rechtsradikaler und verwandter Denkmuster unbemerkt auch in der eigenen Biographie, im eigenen Kopf aufgehen kann

 
© Daniel Gut

Daniel Gut, 1969 geboren,  wuchs im Bezirk Affoltern im Kanton Zürich auf. Er studierte Spanisch und Deutsch.  Seine Lizentiatsarbeit über linke Nationalismen in der uruguayischen Literatur  der Dreissigerjahre wurde mit dem Rousseau-Preis der Universität Zürich  ausgezeichnet. Nach langjähriger Lehrtätigkeit an verschiedenen Stadtzürcher  Kantonsschulen unterrichtet er zurzeit in der Strafanstalt Zug und im Gefängnis  Affoltern am Albis. Der Autor hat bisher zu sprach- und kulturgeschichtlichen  Themen publiziert und lebt in Zürich.

Daniel Gut; Neidkopf - Zur Naturgeschichte des Schweizer Frontisten Hans Kläui
ca. 125 Seiten mit s/w-Abbildungen, gebunden
elfundzehn Verlag
978-3-905769-38-8
CHF 26.90
erscheint Anfang Juni 2015

Die  Wandlung eines Frontisten, Antisemiten und Gauführers zum Heimatschützer und  Kulturpreisträger. Eine literarische Recherche zur rechtsextremen Schweizer Frontenbewegung und deren heimlichem  Nachleben in der politischen Gegenwart.
Hans Kläui (1906-1992),  Pfarrerssohn aus dem Zürcher Weinland, wird anfangs der Dreissigerjahre Mitglied der faschistischen Nationalen Front und steigt zum Ostschweizer  Gauführer und nationalen Propagandaleiter auf. Trotz einer Haftstrafe wegen  staatsgefährlicher Propaganda gehört Kläui weiterhin zum harten Kern der  Frontenbewegung und kandidiert 1942 auf der Liste der Nationalen Opposition für  den St. Galler Grossrat. Nach dem Krieg startet er eine zweite Karriere als  Genealoge, Namenforscher und Historiker und wird für seine Publikationen  jahrzehntelang mit Kulturfonds-Geldern unterstützt. 1964 erhält er für sein Werk  den Kulturpreis der Stadt Winterthur, 1971 eine Ehrengabe des Regierungsrats   des Kantons Zürich.

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