Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich, Tel: 044 241 42 32, Mo: 12-19 Uhr, Di-Do: 10-19 Uhr, Fr: 9-19 Uhr, Sa: 10-17 Uhr

Zum 100. Geburtstag von Paul Parin
- eine Trilogie

1: Paul Parin als Psychoanalytiker

Montag, 13. Juni 2016
19.30 Uhr

im Blauen Saal (Volkshaus)

Ita Grosz-Ganzoni und Thomas Kurz im Gespräch

Eintritt: CHF 10.00

Apéro nach dem Gespräch in der Buchhandlung

Paul Parin als Psychoanalytiker und sein Einfluss auf die (Schweizer) Psychoanalyse

Ita Grosz-Ganzoni und Thomas Kurz zeichnen den Weg von Paul Parin zur Psychoanalyse und seine Arbeit in der psychoanalytischen Bewegung der Schweiz nach. Sie hoffen, einen Eindruck von der Vielseitigkeit Parins, so wie sie ihn persönlich erlebt haben, zu vermitteln. «Was zeichnete diesen ‹skeptischen Weltbürger› aus und welches war sein Einfluss auf die Psychoanalyse?» sind grundsätzliche Fragen dabei. Parin hat in seinen Schriften versucht, die doppelte Aufgabe der Psychoanalyse zu erfüllen, einerseits das Seelenleben und andererseits das gesellschaftliche Leben und deren Wechselwirkung zu erforschen.
Im Zentrum seines Interesses stand somit der Konflikt zwischen den Triebwünschen und den Gegenkräften, die aus der menschlichen Gesellschaft, der Kulturentwicklung und Moral kommen. Damit stand Parin ganz in der Tradition der linken Psychoanalytiker, die sich politisch engagierten und auch einmischten, wie Otto Fenichel, Edith Jacobson, Siegfried Bernfeld und Wilhelm Reich.

Die Praxis Utoquai 41 in Zürich von Paul Parin, Goldy Parin-Matthèy und Fritz Morgenthaler war ab den späten 50er Jahren bis 1977 das unbestrittene Epizentrum der Schweizer Freudianer. Auf deren Initiative wurde 1958 das Psychoanalytische Seminar Zürich (PSZ) gegründet. Sie waren massgeblich beteiligt am Wiederaufbau der Pschoanalyse im Nachkriegsdeutschland und in Italien, analytischen Vereinigung (IPV)» und federführend in deren Schweizerischen Zweigvereinigung, der 1919 gegründeten «Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse (SGPsa)».

Als Paul Parin 1967 Präsident der SGPsa wurde, geriet die Freud'sche Psychoanalyse ins Rampenlicht, sie wurde populär - nicht wegen der SGPsa, sondern weil Paul Parin, «das Utoquai» und das Psychoanalytische Seminar keine abstinente, sondern eine engagierte, politische Psychoanalyse vertraten.

Ita Grosz-Ganzoni, Psychoanalytikerin in Zürich, ist seit 1971 Mitglied des PSZ, seit anfangs Achtzigerjahre Dozentin. Sie war zweimal Mitglied der Seminarleitung, davon einmal zusammen mit Paul Parin und mehrere Jahre in der Weiterbildungskommission tätig.
Publikationen: zur Geschlechterfrage in der Psychoanalyse und zum Problem der psychoanalytischen Ausbildung / Weiterbildung.

Thomas Kurz, ebenfalls Psychoanalytiker in Zürich, publizierte wiederholt zur Geschichte der Schweizer Freudianer. Er wollte 1973 zu Parin in Analyse, der wollte oder konnte aber nicht. Ein zweiter Versuch, zu Parin zu kommen, gelang: Von 1985 bis 1988 war Parin sein Supervisor. Er ist seit 1973 Mitglied des PSZ, seit 1985 Dozent und war zweimal Mitglied der Seminarleitung, ausserdem seit 2013 in der Weiterbildungskommission.


Eine Veranstaltung in unserer Reihe "Psychoanalytische Literatur im Gespräch", organisiert von Thomas Merki, Dani Meili und der Buchhandlung im Volkshaus.

© Christian Mathis

Paul Parin
zum 100. Geburtstag

eine Veranstaltungs-Trilogie

weitere Daten:

2: 31. Oktober 2016:
Paul Parin als Ethnopsychoanalytiker
mit Mario Erdheim, Ethnopsychoanalytiker, Zürich und Markus Weilenmann, Ethnopsychoanalytiker, Rüschlikon.

3: 21. November 2016:
Paul Parin als Literat
mit Manfred Dierks, Germanist und Autor, Oldenburg und Adolf Muschg, Dichter, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, Männedorf.

Weiterer Anlass am 1. Oktober 2016, 10 Uhr, Kino RiffRaff 1, Zürich: Der Widerspruch im Subjekt. Zum 100. Geburtstag von Paul Parin. Podiumsdiskussion mit Ursula Hauser, Emilio Modena, Bigna Rambert und Berthold Rothschild. Moderation: Pedro Grosz. Anschliessend Vorführung des Films "Mit Fuchs und Katz auf Reisen – ein filmisches Porträt von Paul und Goldy Parin Matthey" von Marianne Pletscher.
Eine Veranstaltung des Psychoanalytischen Seminars Zürich und der Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse. (Für diese Veranstaltung ist eine Voranmeldung notwendig: kstettler@bluewin.ch).
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Kurzbiographie
Paul Parins

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