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Zum 100. Geburtstag von Paul Parin
- eine Trilogie

2: Paul Parin als Ethnopsychoanalytiker

Montag, 31. Oktober 2016
19.30 Uhr

im Blauen Saal (Volkshaus)

Mario Erdheim und Markus Weilenmann im Gespräch

Eintritt CHF 10.00

Apéro nach dem Gespräch in der Buchhandlung
 

Paul Parin als Ethnopsychoanalytiker

Die Veranstaltung unterteilt sich in zwei Teile:

Markus Weilenmann befragt die frühen Texte Paul Parins im Hinblick auf die ethnologischen Quellen, die Parin für die Entwicklung seines ethnopsychoanalytischen Ansatzes zu Rate zog. Er problematisiert das Parin'sche Afrika-Bild, das daraus entstand und geht auf die psychoanalytischen Ziele ein, die Parin damit verfolgte.
Insbesondere interessiert, wie diese Quellen in die anschliessende Deutungsarbeit eingebaut wurden und wie sie die ersten Ausformungen des ethnopsychoanalytischen Ansatzes beeinflussten.

Mario Erdheim konzentriert sich auf den ethnopsychoanalytischen Erkenntnisprozess. Er thematisiert dabei Paul Parins Tabubruch, der darin besteht, die Psychoanalyse als Methode der Feldforschung einzusetzen. Er legt dar, wie dieser Tabubruch eine ganz neue Art und Weise ermöglicht, über Wissenschaftlichkeit nachzudenken.


Abschliessend gehen beide Vortragenden auf das Potential einer zukünftigen Ethnopsychoanalyse ein.


Markus Weilenmann, 1954, Dr. phil., Rechtsanthropologe (zusätzlich Ausbildung in Psychoanalyse am PSZ). Veröffentlichungen: 1997 "Burundi: Konflikt und Rechtskonflikt. Eine rechtsethnologische Studie zur Konfliktregelung der Gerichte", 2011 (zusammen mit Werner Zips) "The Governance of Legal Pluralism. Empirical Studies from Africa and Beyond". Seit 1996 Leiter des "Büro für Konfliktforschung in Entwicklungsländern". Schwerpunkte: Forschung und Beratung für Organisationen der internationalen Entwicklungshilfe in den Bereichen Rechts- und Sozialpolitik sowie geschlechtsspezifischer Förderansätze in Afrika. Von 1993 - 2013 Mitglied des Redaktionskollektivs des "Journal für Psychoanalyse" (PSZ).
Neues Buchprojekt: "Burundi - Psychogramme of a Failed State"-

Mario Erdheim, 1940 in Quito, Ecuador geboren. PD Dr. phil. Ethnologe und Psychoanalytiker. Veröffentlichungen: 1982 „Die gesellschaftliche Produktion von Unbewusstheit“, 1988 „Psychoanalyse und Unbewusstheit in der Kultur“. Seit 1990 Vater einer Tochter. Jetzt ist Mario Erdheim dabei ein Buch über Adoleszenz fertig zu schreiben „Wiederholung und Neubeginn – Die Bedeutung der Adoleszenz für den Lebenslauf“.

 

 

Eine Veranstaltung in unserer Reihe "Psychoanalytische Literatur im Gespräch", organisiert von Thomas Merki, Dani Meili und der Buchhandlung im Volkshaus.

© Christian Mathis

Paul Parin

zum 100. Geburtstag

Eine Veranstaltungstrilogie

weiteres Datum:


3: 21. November 2016:

Paul Parin als Literat
Jürg Acklin
im Gespräch.
Details folgen.

 

 

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