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von Pascal Thurnherr

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Jan Valtin: Tagebuch der Hölle

Der deutsche Kommunist und GPU-Agent Jan Valtin (Richard Krebs, 1905-1951) beschreibt in seinem Roman die Kämpfe der KPD und der Komintern der 20er- und 30er-Jahre aus Sicht eines Beteiligten. Das Herzstück des Buches ist die Beschreibung der Machtübernahme durch die Faschisten 1933 und die anschliessende Verfolgung der politischen, insbesondere der kommunistischen Opposition.

Ein extrem mitreissendes und aufschlussreiches Zeitdokument über die Skrupellosigkeit und den Zynismus der stalinisierten Komintern, die zum Auslandsgeheimdienst der jungen UdSSR degradiert wurde. Ein Buch über den Aufstieg und den Machterhalt der NSDAP und über die Unfähigkeit der gesamten deutschen Linken etwas dagegen zu unternehmen. Ein herzzereissendes Epos, dass zeigt wohin die Abgabe politischer Verantwortung und Selbstständigkeit an eine zentrale Parteiinstanz führen kann und damit ein anti-autoritäres Buch im besten Sinne.

Jan Valtin: Tagebuch der Hölle
Autobiografischer Roman
650 S., broschiert
9783903022256   
bahoe books, 2016
CHF 19.90

Jan Valtin (* 17. Dezember 1905 bei Mainz als Richard Krebs; † 1. Januar 1951 in Betterton Kent County (Maryland), Maryland, USA) war ein deutscher Kommunist, Agent für die Komintern, Doppelagent für die Komintern bei der Gestapo und Schriftsteller.

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