Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich, Tel: 044 241 42 32, Mo: 12-19 Uhr, Di-Do: 10-19 Uhr, Fr: 9-19 Uhr, Sa: 10-17 Uhr

Sibylle Elam:
"Es soll dort sehr gut sein"

Eine Familiengeschichte von Flucht, Vernichtung und Ankunft

Montag, 25.9.2017
19.30 Uhr

Katakombe

Buchvernissage mit Lesung und Gespräch


Sibylle Elam liest aus ihrem Buch "Es soll dort sehr gut sein", welches im September im Rotpunktverlag erscheint. Nebst der Lesung wird die Autorin auf Fragen von Claudia Kühner im Gespräch eingehen.


Als Trude Klumak 2005 in Zürich stirbt, findet ihre Tochter Sibylle Elam mehrere Bündel Briefe, darunter die Briefe, die Trudes Großeltern in den Jahren zwischen 1937 und 1942 aus Heilbronn an ihre Enkelin schickten. Trude war 1936, im Alter von zwanzig Jahren, zum Gesangsstudium in die Schweiz gekommen. Vom Konservatorium in Stuttgart war sie als Jüdin ausgeschlossen worden. Die Großeltern setzen all ihre Hoffnung auf Trude. Sie möchten, dass die Enkeltochter in die USA weiterzieht und sie nachreisen lässt, um so dem nationalsozialistischen Deutschland zu entkommen. Doch Trude bleibt. Was die Großeltern nicht wissen: 1941 hat Trude einen Sohn geboren, ein uneheliches Kind. Trude lernt ihren Mann Alex kennen, der 1938 aus Wien geflüchtet ist. Während Europa in Krieg und Vernichtung versinkt, versuchen die beiden – staaten- und mittellos –, sich in Zürich eine Existenz aufzubauen, anzukommen. Für Sibylle Elam öffnet sich mit den Briefen ihrer Eltern eine Tür zur Vergangenheit. Sie realisiert, wie viel verschwiegen und verdrängt wurde, und sie setzt die verlorene Geschichte ihrer Familie Stück für Stück, Brief um Brief wieder zusammen.

 

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten auf info@volkshausbuch.ch oder Tel. 044241 42 32
Bei grossem Andrang findet die Veranstaltung im Blauen Saal des Volkshauses statt; in diesem Fall erlauben wir uns, einen Unkostenbeitrag von CHF 10.00 zu erheben.

Signierstunde und Apéro nach der Buchpräsentation jedenfalls in der Buchhandlung.

Diese Veranstaltung erfolgt in freundschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Rotpunktverlag.

© by Lee Li

Sibylle Elam, geboren 1947 in Zürich, arbeitete als Journalistin für verschiedene Medien, u. a. für die WOZ Die Wochenzeitung. Später war sie Gewerkschaftssekretärin beim VPOD. Einige Jahre lebte sie in Israel. Sibylle Elam ist Mitglied bei der Jüdischen Stimme für Demokratie und Gerechtigkeit in Israel/Palästina.

Sibylle Elam: "Es soll dot sehr gut sein" - Eine Familiengeschichte von Flucht, Vernichtung und Ankunft
300 Seiten, gebunden
9783858697516
Rotpunktverlag, Zürich
CHF 32.00

Erscheint im September 2017

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