Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich, Tel: 044 241 42 32, Mo: 12-19 Uhr, Di-Do: 10-19 Uhr, Fr: 9-19 Uhr, Sa: 10-17 Uhr

Judith Le Soldat: Land ohne Wiederkehr

Werkausgabe Band 2

Montag, 25. Juni 2018
19.30 Uhr

in der Katakombe

Gespräch und Buchpräsentation

Monika Gsell, Editorin der Werkausgabe von Judith Le Soldat (1947 - 2008), im Gespräch mit Markus Fäh.

Markus Fäh unterhält sich mit Monika Gsell über den kürzlich bei Frommann-Holzboog erschienenen zweiten Band dieser Werkausgabe: "Land ohne Wiederkehr - Auf der Suche nach einer neuen psychoanalytischen Theorie der Homosexualität".

Band 2 der Werkausgabe enthält die Edition des zweiten bisher unveröffentlichten Buchmanuskriptes aus Judith Le Soldats Nachlass. Die Autorin beabsichtigte mit diesem Buchprojekt, ihre aus der Arbeit mit homosexuellen Analysanden gewonnenen Erkenntnisse in statu nascendi darzulegen. ›Land ohne Wiederkehr‹ beschreibt einen von verschiedenen möglichen homosexuellen Wegen der inneren Entwicklung. Darüber hinaus ist das Buch ein gleichermaßen überraschendes wie bewegendes Zeugnis eines Prozesses der Selbsterkenntnis geworden – einer Selbsterkenntnis zumal, die nicht nur für die Autorin, sondern auch für die zu formulierende Theorie ganz unerwartete und grundlegende Konsequenzen haben sollte.


Apéro nach dem Gespräch

Eintritt: CHF 10.00 (freie Platzwahl)
Reservationen: info@volkshausbuch.ch oder 044 241 42 32

Eine Veranstaltung in unserer Reihe "Psychoanalytische Literatur im Gespräch", organisiert von Thomas Merki, Dani Meili und der Buchhandlung im Volkshaus

Ebenfalls erhältlich:

Judith le Soldat: Land ohne Wiederkehr - Auf der Suche nach einer neuen psychoanalytischen Theorie der Homosexualität.
Aus dem Nachlass herausgegeben von der Judith Le Soldat-Stiftung.
Kritisch ediert, bearbeitet, kommentiert und eingeleitet von Monika Gsell.
413 Seiten, 14 Abbild., broschiert
Frommann-Holzboog Verlag
9783772826825
CHF 41.50

© by F.P.Goldschmidt Stiftung Judith Le Soldat

 

Judith Le Soldat (1947–2008) ist in Budapest geboren und in Zürich aufgewachsen. Sie studierte an der Universität Zürich Psychologie und promovierte 1978 bei Ulrich Moser mit einer theoretischen Arbeit zur psychischen Regulation des Selbstwertgefühls. Ihre Ausbildung zur Psychoanalytikerin absolvierte sie am Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ), unter anderem bei Fritz Morgenthaler und Paul Parin. 1975 nahm sie ihre Tätigkeit als Psychoanalytikerin in eigener Praxis auf und begann am PSZ zu unterrichten. Parallel zu ihrer klinischen Tätigkeit arbeitete Le Soldat an einer eigenständigen und systematischen Weiterentwicklung der psychoanalytischen Triebtheorie: 1989 erschien ihre erste Monografie, die sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung der Aggressionslust und der Wirkung von ungebundener Aggressionsenergie in psychischen Strukturbildungsprozessen beschäftigte. 1994 legte Le Soldat eine grundlegende Revision der psychoanalytischen Auffassung der ödipalen Entwicklung vor. Ab 1996 arbeitete sie an einer neuen, auf ihren bisherigen klinischen und theoretischen Erkenntnissen basierenden psychoanalytischen Theorie der Homosexualität. Zu dieser Theorie gibt es zwei bisher unveröffentlichte Manuskripte, die als Band 1 und 2 der Judith Le Soldat-Werkausgabe herausgegeben werden.

 

 

Monika Gsell ist Kulturwissenschaftlerin, Geschlechterforscherin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Psyche und Gesellschaft. Ihr besonderes Interesse gilt dabei den genuin psychischen Konflikten rund um Geschlecht, Identität und Sexualität. Sie analysiert Filme, Literatur, Kunst, Mythen und Rituale als Formen, in denen diese Konflikte zur Darstellung kommen, und fragt, welchen Beitrag bestimmte Kulturen und Gesellschaften zu deren Bewältigung leisten.

 

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