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Thomas Ebermann: Linke Heimatliebe

Heimat boomt.
Ihre Allgegenwart markiert das Grundrauschen der gesellschaftlichen Rechtsentwicklung. Kein Begriff siedelt so nahe an der Volksgemeinschaft wie dieser. Er gehört den Rechten und ist ohnehin nur Statthalter in einer Zeit, in der „Blut und Boden“ so ohne weiteres nicht mehr propagiert werden können.

Was Negation verdient, wird von jenen „Linken“, die notorisch noch den letzten Dreck nicht den Rechten überlassen wollen, dem alternativen Gebrauch zugeführt. So alternativ ist der oft aber nicht: Die Verwechslung des Menschen mit nicht umpflanzbaren Bäumen; die unentrinnbare Prägung durch Herkunft; die Liebe zu Gebietskörperschaft, Brauchtum und Eckkneipe; der Kampf gegen die Fremden und das Fremde; die Abscheu vor dem Zersetzenden; all das findet sich auch im “linken“ Heimatdiskurs.

Dieses Buch seziert seine aktuellen Ausformungen und seine affirmativen Autoritäten – etwa Ernst Bloch, Kurt Tucholsky, Johannes R. Becher oder den vorgeblichen Erneuerer des Heimatfilms, Edgar Reitz. Der Autor zügelt dabei seinen Hass auf die „Gemütlichkeit“ keineswegs.

Thomas Ebermann: Linke Heimatliebe. Eine Entwurzeling
148 Seiten, Broschur
Konkret
9783930786879
CHF 28.00

Thomas Ebermann: Linke Heimatliebe. Eine Entwurzeling
148 Seiten, Broschur
Konkret Texte 75
Konkret
9783930786879
CHF 28.00

© by Sven Heine

ThomasEbermann, geboren 1951 in Hamburg, ist Mitbegründer der Partei Die Grünen, für die er als Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Bundestag saß. 1990 trat er unter Protest gegen die politische Entwicklung der Grünen aus der Partei aus. Seitdem analysiert Ebermann - mit oft satirisch-polemischen Untertönen - die gesellschaftspolitische Situation und betreibt die Vers- und Kaderschmiede im Hamburger Politbüro.

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