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Geschenktipp 2019 von Martin Bosshard
Christian Koller / Raymond Naef - Chronist der sozialen Schweiz

Fotografien von Ernst Koehli 1933-1953

Der Name Ernst Koehli fehlt in den grossen Publikationen über die Geschichte der Fotografie in der Schweiz. Er gehörte zur Gilde der Auftragsfotografen, die in ihren Ateliers Kundenaufträge ausführten, als Fotoberichterstatter für Magazine tätig waren oder bei Bildagenturen arbeiteten. Das Buch fokussiert auf einen zentralen Teil von Ernst Koehlis Schaffen: die Arbeiterbewegung. Mit seiner Herkunft aus dem Arbeitermilieu und seinen Aufträgen aus dem Umfeld von Gewerkschaften, Parteien, Hilfswerken und der öffentlichen Hand wird Koehli zum Chronisten der sozialen Schweiz während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Berufsporträts, Versammlungen oder Reportagen aus Ferienheimen geben einen intimen Einblick; zusammen mit den Essays und Recherchen der Autorinnen und Autoren rücken sie die damaligen Ereignisse in den Blick und verschaffen Zugang zu den unterschiedlichen Lebenswelten.

 

Herausgegeben von Christian Koller, Direktor des Schweizerischen Sozialarchivs, und vom Grafiker Raymond Naef, der den Nachlass vor der Vernichtung gerettet und dem Sozialarchiv übergeben hat. Mit Beiträgen der Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji, des Stadtchronisten Hannes Lindenmeyer, des Journalisten Koni Loepfe und der Historiker Christoph Schlatter, Stefan Länzlinger und Bruno Meier.

Christian Koller / Raymond Naef (Hrg.): Chronist der sozialen Schweiz.
Fotografien von Ernst Koehli 1933-1953
230 farbige und sw-Abbildungen
Hier & Jetzt
9783039194889
CHF 59.00

© by Schweizerisches Sozialarchiv

Ernst Keohli (1913-1983) nach seiner Schulzeit besuchte Ernst Köhli ab 1928 die Kunstgewerbeschule in Zürich, zuerst den Vorkurs und anschliessend bis 1934 beim berühmten Lehrer Hans Finsler die Fachklasse für Fotografie. Danach arbeitete er während über vierzig Jahre in seinem Studio im Z-Haus am Stauffacher als Fotograf.
Ab Frühjahr 1936 bekam Köhli von Gewerkschaften und der SP regelmässig Aufträge, für Publikationen und ihre Werbung zu fotografieren. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begleitete und dokumentierte Köhli Versammlungen, Streikkundgebungen, internationale Kongresse etc. und machte Berufsreportagen. Vom Schweizerischen Arbeiterhilfswerk wurde er beauftragt, das Engagement des linken Hilfswerks in Frankreich, Italien und im Inland mit seinen Fotoreportagen festzuhalten. Im Laufe der 1950er Jahre zählten vermehrt auch grosse Firmen wie die Migros und Stahlton zu seinen Kunden.

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